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Wiedergabe: „Das signum citationis wird gebrauchet, wenn eines andern auctoris Worte anzuführen und von der übrigen Rede zu unterscheiden sind.“ (auctoris: lat. für [[Autorschaft|Autor]], Schöpfer, Urheber)
 
Wiedergabe: „Das signum citationis wird gebrauchet, wenn eines andern auctoris Worte anzuführen und von der übrigen Rede zu unterscheiden sind.“ (auctoris: lat. für [[Autorschaft|Autor]], Schöpfer, Urheber)
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Zu Beginn des 18. Jahrhundert handelte es sich wohlgemerkt um eine Interpunktionsregel der übergeordneten Deutschregeln. Die Regel der Setzung von Anführungszeichen entwickelte sich also über eine Deutschregel zur wissenschaftlichen Norm – im Kontext mit dem Aufkommen des Konzepts [[geistiges Eigentum]] (ab 1726) und des modernen [[Urheberrechts|Urheberrecht]] (ebenfalls 18. Jahrhundert). In den Lehrbüchern der [[Hodegetik]], einer Vorläufer-Disziplin von dem, was sich heute [[gute wissenschaftliche Praxis]] nennt, finden sich noch keine Zitierrichtlinien. Es wird aber bereits mit Anführungszeichen aus älterer Literatur zitiert.
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Zu Beginn des 18. Jahrhundert handelte es sich wohlgemerkt um eine Interpunktionsregel der übergeordneten Deutschregeln. Die Regel der Setzung von Anführungszeichen entwickelte sich also über eine Deutschregel zur wissenschaftlichen Norm – im Kontext mit dem Aufkommen des Konzepts [[geistiges Eigentum]] (ab 1726) und des modernen [[Urheberrecht|Urheberrechts]] (ebenfalls 18. Jahrhundert). In den Lehrbüchern der [[Hodegetik]], einer Vorläufer-Disziplin von dem, was sich heute [[gute wissenschaftliche Praxis]] nennt, finden sich noch keine Zitierrichtlinien. Es wird aber bereits mit Anführungszeichen aus älterer Literatur zitiert.
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Forschungen haben ergeben, dass die ersten Anführungszeichen in gedruckten Büchern nur wenige Jahrzehnte nach Erfindung des Buchdrucks auftreten.<ref>CASTELLANI, Giordano (2008): Francesco Filelfo's Orationes et Opuscula (1483/1484). The first example of quotation marks in print? In: Gutenberg-Jahrbuch, 83, S. 52-80.</ref> Bereits handgeschriebene mittelalterliche Texte weisen zu Beginn jeder Zeile (!) häufig Doppelhaken auf, die sogenannte Diple. Diese lässt sich bis zu Handschriften aus dem 3. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zurückverfolgen. Man kann also sagen, es wurde nahezu ‚schon immer‘ Zitiertes gekennzeichnet, auch wenn das „geistige Eigentum“ und das moderne Urheberrecht Errungenschaften des 18. Jahrhunderts sind.
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Forschungen haben ergeben, dass die ersten Anführungszeichen in gedruckten Büchern nur wenige Jahrzehnte nach Erfindung des Buchdrucks auftreten.<ref>CASTELLANI, Giordano (2008): Francesco Filelfo's Orationes et Opuscula (1483/1484). The first example of quotation marks in print? In: Gutenberg-Jahrbuch, 83, S. 52-80.</ref> Bereits handgeschriebene mittelalterliche Texte weisen zu Beginn jeder Zeile (!) häufig Doppelhaken auf, die sogenannte Diple. Diese lässt sich bis zu Handschriften aus dem 3. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zurückverfolgen. Man kann also sagen, es wurde nahezu „schon immer“ Zitiertes gekennzeichnet, auch wenn das „geistige Eigentum“ und das moderne Urheberrecht Errungenschaften des 18. Jahrhunderts sind.
    
Im „Style Sheet“ der „Modern Language Association“ aus dem Jahr 1951 ist die Verwendung von Anführungszeichen (double quotation marks) bei Zitaten (quotations) etwas umständlich erklärt:<ref>MODERN LANGUAGE ASSOCIATION (MLA) (1951): The MLA Style Sheet. In: PMLA (= Publications of the Modern Language Association of America), April 1951, Jahrgang 66, Heft 3, S. 3-31.</ref>
 
Im „Style Sheet“ der „Modern Language Association“ aus dem Jahr 1951 ist die Verwendung von Anführungszeichen (double quotation marks) bei Zitaten (quotations) etwas umständlich erklärt:<ref>MODERN LANGUAGE ASSOCIATION (MLA) (1951): The MLA Style Sheet. In: PMLA (= Publications of the Modern Language Association of America), April 1951, Jahrgang 66, Heft 3, S. 3-31.</ref>
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<td>Manuel R. Theisen, Wissenschaftliches Arbeiten. Technik – Methodik – Form, 7. Aufl., 1993 <br>
 
<td>Manuel R. Theisen, Wissenschaftliches Arbeiten. Technik – Methodik – Form, 7. Aufl., 1993 <br>
 
'''''FACH: Betriebswirtschaftslehre, DE'''''</td>
 
'''''FACH: Betriebswirtschaftslehre, DE'''''</td>
<td class="color-table-1">„Ein direktes Zitat muß '''im Tex''' in '''Anführungszeichen''' gesetzt werden […]“. (S. 140)</td>
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<td class="color-table-1">„Ein direktes Zitat muß '''im Text''' in '''Anführungszeichen''' gesetzt werden […]“. (S. 140)</td>
 
<td class="color-table-1">Keine Angabe</td>
 
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<td class="color-table-2">„Jede Form einer textlichen Anlehnung, sinngemäßen Wiedergabe oder auch nur stützenden Argumentationshilfe unter '''Verwendung fremder''' Gedanken und '''Ausführungen''' erfüllt (in unterschiedlichem Maße) den Tatbestand eines '''indirekten Zitates'''.“ (S. 143)</td>
 
<td class="color-table-2">„Jede Form einer textlichen Anlehnung, sinngemäßen Wiedergabe oder auch nur stützenden Argumentationshilfe unter '''Verwendung fremder''' Gedanken und '''Ausführungen''' erfüllt (in unterschiedlichem Maße) den Tatbestand eines '''indirekten Zitates'''.“ (S. 143)</td>
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<td>Axel Bänsch, Wissenschaftliches Arbeiten. Seminar- und Diplomarbeiten, 4. Aufl., 1995<br>
 
<td>Axel Bänsch, Wissenschaftliches Arbeiten. Seminar- und Diplomarbeiten, 4. Aufl., 1995<br>
 
'''''Fach: Wirtschaftswissenschaften, DE'''''</td>
 
'''''Fach: Wirtschaftswissenschaften, DE'''''</td>
<td class="color-table-1">„[…] sind im Text in An-/Ausführungszeichen zu setzen.“ (S: 43 f.)</td>
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<td class="color-table-1">„[…] sind im Text in An-/Ausführungszeichen zu setzen.“ (S. 43 f.)</td>
 
<td class="color-table-1">„[…] erscheinen grundsätzlich nur dann gerechtfertigt, ‚wenn es nicht anders geht‘.“ (S. 8)</td>
 
<td class="color-table-1">„[…] erscheinen grundsätzlich nur dann gerechtfertigt, ‚wenn es nicht anders geht‘.“ (S. 8)</td>
 
<td class="color-table-2">Keine Angabe</td>
 
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